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Fini-Neubau liegt voll im Zeitplan

Die Erdarbeiten sind abgeschlossen, das Fundament steht, das Gebäude wächst in die Höhe: Nachdem die Bagger im Dülmener Dernekamp aufgrund des heftigen Wintereinbruchs im Februar zwischenzeitlich stillstanden, sind die Fortschritte beim Neubau der modernen Produktion und Verwaltung für FINIGLAS deutlich zu erkennen. Die Niederlassung Münster der GOLDBECK GmbH als Generalunternehmer hält trotz der wetterbedingten Verzögerung am Zeitplan fest. Pünktlich im September will der Bauexperte den neuen Standort an den Spezialisten für das Fertigen und Veredeln von gebogenen Gläsern übergeben. Auch die horizontalen Stützen und Träger wurden bereits montiert, an denen GOLDBECK aktuell die Fassade hochzieht und die knapp 4.000 Quadratmeter große Produktionshalle überdacht. Ab Mitte April beginnen die Arbeiten am knapp 1.000 Quadratmeter großen Verwaltungsgebäude. Das sticht vor allem durch eine optisch ansprechende Fassade hervor. „Diese besteht im Eingangsbereich zu 90 Prozent aus gebogenem Glas. Dort werden zudem Treppen aus Glas installiert“, sagt GOLDBECK-Bauleiter Tim Westers. Das moderne Bürogebäude errichtet GOLDBECK in direkter Nachbarschaft zum bisherigen FINIGLAS-Hauptsitz auf einem über 7.000 Quadratmeter großen Grundstück. Es beinhaltet unter anderem eine moderne Lüftungsanlage, die coronakonform für den Schutz der Mitarbeiter sorgen soll. Unter anderem durch eine Wärmerückgewinnung ist das Gebäude zudem besonders energieeffizient. „Wir setzen das Thema Nachhaltiges Bauen auch bei FINIGLAS konsequent um“, sagt Westers. Der Faktor Tageslicht spielte bei der Projektplanung durch GOLDBECK und bei der Auswahl der Verglasung im Büroneubau eine wesentliche Rolle. „Unsere speziellen SEMCO-Klimaglas-Beschichtungen sorgen für ganzjährige Behaglichkeit und maximale Produktivität am Arbeitsplatz bei gleichzeitigem Klimaschutz. So lassen unsere Gläser im Sommer zwar ausreichend Licht ins Gebäude, halten aber die Hitze draußen. Damit machen sie die Nutzung von Klimaanlagen nahezu überflüssig. Im Winter lassen unsere Gläser wiederum viel Wärme ins Gebäude, aber nicht wieder hinaus. Hohe Heizkosten gehören damit der Vergangenheit an“, sagt FINIGLAS-Projektmanager Mirko Heeringa. „Das alles sorgt für ein angenehmes Arbeiten in den großzügig geplanten Büros.“ FINIGLAS präsentiert mit der Fassade seine Expertise am eigenen Standort. Das Unternehmen ist spezialisiert auf das Fertigen und Veredeln von gebogenen Gläsern. „Der Markt für Glas wächst – insbesondere der für gebogenes Glas. Der Werkstoff hat in der Bauindustrie an Charme gewonnen. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältiger geworden und der Nutzen größer, etwa hinsichtlich Energieeffizienz von Gebäuden“, sagt Heeringa. „Glas ist der bessere Backstein und mit gebogenem Glas kann man architektonisch ansprechende Formen realisieren, die bis vor einiger Zeit nicht denkbar waren.“ Auch deshalb sind die Produkte aus Dülmen gefragt – der Exportanteil ist hoch, die Kunden sitzen in der ganzen Welt. Vier riesige Kräne tragen schwere Lasten Als logischer Schritt erfolgen nun die Modernisierung und Erweiterung der Produktion. Die neue Halle ist aufgeteilt in drei Abschnitte. GOLDBECK installiert im Sommer insgesamt vier riesige Kräne zum Transport der Glasscheiben, die als Rohling angeliefert und nach der Bearbeitung in einem der neuen und größeren FINIGLAS-Öfen in einem aufwendigen Prozess gebogen werden. Die hohen Lasten beim Transport musste der Bauherr bei der statischen Planung des Gebäudes berücksichtigen. „Das Tragwerk besteht auch deshalb vollständig aus Stahl. Die oft übliche Konstruktion aus Beton war in diesem Fall nicht sinnvoll“, sagt Westers. Heeringa freut sich bereits auf den Einzug in das neue Gebäude. „Zurzeit sind wir in provisorisch errichteten Räumlichkeiten untergebracht. Es ist schön, dass wir bald wieder gemeinsam unter einem Dach arbeiten können.“